Panorama

Was wir dieses Jahr erlebt haben

FONTAINEBLEAU
Früher bliesen hier Könige zur Hetzjagd, dann huldigten Künstler der rauen Natur. Und heute ist der Forêt de Fontainebleau ein Saint-Tropez zwischen lauter Bäumen.
Überall an den Felsbrocken kleben Wesen in Spinnen-, Frosch- und Ägypter-Positionen. Finger krallen sich in die kleinste Leiste im Stein, Füße suchen tastend nach Halt auf glitschigen Moosüberhängen, angespannte Armmuskeln drohen zu bersten, schweißbedeckte Körper trotzen der Schwerkraft. Für die Boulderer ist der Wald von Fontainebleau sechzig Kilometer südöstlich von Paris im Département Seine-et-Marne das Dorado ihrer akrobatischen Passion. Hier wird an den Felsblöcken geübt, was später viel höher, viel gefährlicher, in den südafrikanischen Rocklands oder in Patagonien auf die Spitze getrieben wird. Mitten drin im Peloton eine kleine Abordnung unbeugsamer, extrem starker und furchtloser Freisinger Kletterkinder.
Schon fast zur Tradition geworden ist der Herbstausflug der Klettermannschaft Freising, eins der grössten und spannendsten Abenteuer eines jeden Jahres.
Sieben lange Tage bouldern bis die Finger bluten und auch mal durch Paris hatschen, bis die Füsse qualmen.
Kochen und Spülen für 18 Nasen! Sich beim Tischtennis, Billard, Extremcouching, Macarenatanzen und Partymachen niederrichten, um mit dick geschwollenen Augen am nächsten Tag am Frühstückstisch zu sitzen.
Im Wald, jeden Tag in einem anderen gigantischen Gebiet, an der frischen Luft problemlos mal schnell den ein oder andere Parcours (mit 30-50 Bouldern am Tag!) wegzuknallen.
Auch wenn es den Regenfreitag und den allseits unbeliebten Abreisetag gab, war es wieder ein gelungener und extrem entspannter Boulderausflug.
Danke an Tom und Jam, dass ihr uns wieder mitgenommen und betreut habt!
Wir hoffen alle, dass wir nächstes Jahr wieder mit mitdürfen!

Andi

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TROLLE IM ODENWALD

Die Trolltrainer hatten in der Wettkampftruppe gewildert und die Besten der Besten zur Verstärkung mitgenommen auf einen Bouldertrip in den Odenwald.
Am Samstag den 1.10. ging es los in Richtung Heppenheim.
Der DAV-Bus war vollgestopft mit Kindern, fuhr auf Umwegen Richtung Felsen und ließ dabei keinen Stau aus. Nach langer, langer Fahrt endlich angekommen, ging es gleich an die Felsen.
Der Granit zeigte den Kindern und uns Trainern gleich unbarmherzig auf, daß Fußtechnik essentiell ist!
Aller Anfang ist schwer! Nach einigen Bouldern und einer Erkundungstour durch das Felsenmeer ging es zurück zum Bus.
Petrus mischte auch noch mit und schickte uns 500m vor dem rettenden Bus noch einen Wolkenbruch. Nass und müde zogen wir in unsere Jugendherberge ein. Eine wunderschön gelegene, alte Burg. Nun noch schnell Pizza und Döner verschlungen und ab ins Bett.
Der zweite Tag begann um 8.00 Uhr mit dem Frühstück. Die Kinder, sorglos wie Kinder eben sind, plünderten das Buffet so gnadenlos für’s Mittagsbrot, daß selbst Ben und ich ein schlechtes Gewissen bekamen.
Kurz darauf am Felsen angekommen, holten bereits die ersten ihre Lunchpakete raus, um was zu essen. Die anderen zogen schnurstracks zu den Felsen um zu putzen, chalken und Spaß zu haben.

Die Großen machten schwere Dinger, die Mädchen gemütlich ihr Ding. Basti packte eine bestechende Toe-Heel-Hook-Technik aus und bääämte die Bastiboulder einfach nur so weg! Pauli hängte an den Bastiboulder noch eine Wahnsinnsvariante dran, die uns bei unseren Versuchen nur so schnauben ließ.
Abends gab es Döner, eine Runde um den Dom und Bett.
Der letzte Tag glich ziemlich dem ersten. Nach kurzer Zeit am Fels begann es zu regnen. Die Jungs wollten heim, allerdings hatten die Mädels grade erst„ihren“ Felsen gefunden und wir konnten sie nur mit viel List und Süßigkeiten vom Fels weglocken.

Nach langer, anstrengender Heimreise und Busputzen (sorry, wir haben gelernt, daß man Kindern nicht trauen kann, wenn‘s ums Saubermachen geht!) ging ein geiles, langes Wochenende zu Ende.

Euer Ben und Andi

P.S. Freisinger Kinder sind GROOOVY